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Wechseljahre

Die sogenannten Wechseljahre gehen bei vielen Frauen mit körperlichen und seelischen Beschwerden einher. Doch sie sind keine Krankheit, sondern Teil eines natürlichen hormonellen Umstellungsvorgangs.

Diese Jahre des Wechsels sollten als Anstoß und Chance gesehen werden, den eigenen Interessen und Bedürfnissen wieder mehr Beachtung zu schenken.

Hormonelle Umstellung

Der hormonelle Umstellungsvorgang, der den Wechseljahren zugrunde liegt, verläuft in drei Stufen:

Während der Prämenopause, ungefähr zwischen dem 40. und 48. Lebensjahr, reduziert sich die Produktion der Gestagene. Das kann zu einem prämenstruellen Syndrom (PMS) mit unterschiedlichen körperlichen und seelischen Ausprägungen oder zu Zyklusstörungen führen. Dann kann es vorkommen, dass die Blutungen ungewöhnlich lange oder außergewöhnlich stark sind oder sehr unregelmäßig auftreten.

Die Perimenopause, ungefähr zwischen dem 48. und 52. Lebensjahr, kennzeichnet ein starker Rückgang der Östrogene, die Gestagenproduktion wird vollständig eingestellt. Dieser Zeitabschnitt wird umgangssprachlich „Wechseljahre“ genannt. Mögliche Symptome dieser Phase sind Hitzewallungen oder Schweißausbrüche und Scheidentrockenheit. Auch kann die erfolgende Hormonumstellung depressive Verstimmungen, eine generelle Stimmungslabilität, Schlafstörungen, geistige Erschöpfung sowie Muskel- und Gelenkschmerzen verursachen.

In der Postmenopause schließlich, ungefähr zwischen dem 52. und 62. Lebensjahr, wird die Östrogenproduktion auf ein Minimum heruntergefahren. Die geringe Menge männlicher Hormone, die auch schon vorher im Körper war, erhält jetzt aufgrund der fehlenden Produktion weiblicher Hormone ein relatives Übergewicht. Neben den bereits genannten Wechseljahresbeschwerden kann dies zu Symptomen wie schütterem Haar, vermehrtem Haarwuchs im Gesicht oder vermehrten Fettablagerungen im Bauchbereich führen. Letztere können Erkrankungen wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck begünstigen. Als Spätfolge des Hormonmangels kann es auch zu einer Osteoporose kommen.

Jede Frau ist anders!

Ein Drittel der Frauen hat nur geringe oder gar keine Beschwerden, ein weiteres Drittel mäßige Beschwerden. Etwa jede dritte Frau leidet jedoch unter einer massiven Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Zu beachten ist, dass auch leichtere Beschwerden eine erhebliche Beeinträchtigung bedeuten können, wenn äußere Faktoren wie ein fordernder Beruf oder starke private Anforderungen (z.B. Pflege Angehöriger, Auszug der Kinder) hinzukommen. So können beispielsweise eigentlich harmlose plötzliche Schwitzattacken in der Öffentlichkeit sehr belastend sein.

Die Behandlung der Wechseljahresbeschwerden bedarf sorgfältiger Abwägung. Es ist für uns maßgeblich, mit Ihnen gemeinsam die Symptome herauszufiltern, die Sie besonders beeinträchtigen. Denn nur diese sollten auch behandelt werden. Abhängig vom Ausmaß der Beschwerden können pflanzliche Präparate oder verschiedene Arten der Hormontherapie sinnvoll sein. Positiv unterstützend wirken eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Yoga oder autogenes Training fördern die mentale und körperliche Ausgeglichenheit zusätzlich.

Aber: Sollten Sie Wechseljahresbeschwerden bei sich bemerken oder über einen längeren Zeitraum keine Periode bekommen, obwohl Sie erst Anfang 40 (oder jünger) sind, lassen Sie sich frauenärztlich untersuchen.

Es ist wichtig, die Ursache festzustellen!

Bei einem frühzeitigen Hormonabfall sollte eine Hormonersatztherapie dringend in Erwägung gezogen werden, um Spätfolgen einer vorzeitig fehlenden Östrogenwirkung im Körper, z.B. Osteoporose oder Herz-Kreislauferkrankungen zu vermeiden.

Wir beraten und unterstützen Sie gerne!

Auch wenn die Wechseljahre keine Krankheit sind, so können sie trotzdem belasten! Gerade jetzt sollten Sie sich vorsorglich um Ihren Körper kümmern und Ihre Beschwerden ernst nehmen.